Allerheiligen

Allerheiligen wird in der gesamten westlichen Kirche seit 835 am 1. November gefeiert. Festgelegt wurde dieses allgemein gültige Datum von Papst Gregor IV., nachdem davor über das Datum Uneinigkeit herrschte. In den Anfangszeiten wurde das Fest, an dem allen Heiligen gedacht wurde, eine Zeitlang am ersten Sonntag nach dem Pfingstfest gefeiert. In der orthodoxen Kirche hat der erste Sonntag nach Pfingsten noch heute Tradition.

Aufgrund der Vielzahl der Heiligen, unabhängig davon ob es sich um heilig Gesprochene handelt oder diejenigen, um deren Heiligkeit nur Gott allein weiß, musste die Kirche sich auf einen einzigen Tag einigen, an dem den Heiligen in ihrer Gesamtheit gedacht wird. Es wäre unmöglich, jedem Einzelnen von ihnen einen gesonderten Tag zu widmen. Auch in englischsprachigen Ländern wird allen Heiligen gedacht. Hier wird der Feiertag als All Saints Day bezeichnet.

Allerheiligen ist in der Regel ein sehr ruhiger Feiertag, um den sich nicht sehr viele Bräuche ranken. In einigen Gegenden Bayerns und Österreichs sowie im Norden der Oberpfalz gehört ein geflochtener Hefezopf als traditionelles Gebäck zu diesem Feiertag.

Direkt an Allerheiligen schließt sich der Allerseelentag an, der in der römisch-katholischen Kirche von Bedeutung ist. In diesem Zusammenhang findet oft schon an Allerheiligen eine Segnung von Gräbern statt. Als Zeichen dafür, dass sich die Kirche der armen Seelen im Fegefeuer annimmt, werden die gesegneten Gräber mit Lichtern bestückt. In Mainz haben derartige Kerzen, die zu diesem Zweck auf die Gräber gestellt werden, den Namen Newweling.