Maifeiertag - Tag der Arbeit

Der Maifeiertag trägt viele Namen. Er wird als Tag der Arbeit, Kampftag der Arbeiterbewegung oder im Westfälischen sogar als Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, Völkerversöhnung, Menschenwürde und sozialer Gerechtigkeit bezeichnet. Als gesetzlicher Feiertag ist der Maifeiertag nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, einigen Regionen der Schweiz und zahlreichen weiteren Staaten am 01. Mai eines jeden Jahres fest verankert.

Bevor der Maifeiertag 1933 von den Nationalsozialisten zum Tag der nationalen Arbeit ernannt und zum gesetzlichen Feiertag bestimmt wurde, galt er seit dem 17. Jahrhundert als Kampftag der Arbeiterbewegung. Hintergrund dieser Bezeichnung waren massive Ausschreitungen im Verlauf von Demonstrationen der Arbeiterbewegung, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzte. Da es bei den Ausschreitungen viele Todesopfer gab, wurde der 01. Mai seither als Gedenktag ernannt.

Rund um den 01. Mai finden neben Demonstrationen, die zumeist von den Gewerkschaften organisiert werden, noch andere Traditionen Anwendung. So ist der Tanz in den Mai am Vorabend des Maifeiertages ein oft feucht-fröhlicher Start in die wärmere Jahreszeit. Am letzten Aprilabend findet am Brocken die Walpurgisnacht statt, während der Überlieferungen zufolge die Hexen früher mit ihren Besen geflogen sein sollen. Am 01. Mai ziehen Wanderer aller Altersgruppen mit Rucksack oder Bollerwagen zur Maiwanderung los. Dabei sind neben Proviant auch jede Menge alkoholische Getränke. In vielen Gemeinden findet das Aufstellen eines Maibaums statt, der vorher bunt geschmückt wurde. Neben musikalischer Begleitung wird anlässlich der Maibaumaufstellung häufig ein traditioneller Tanz in volkstümlichen Trachten aufgeführt. Diese Tänze werden unter anderem von Landfrauenvereinen organisiert und dargeboten.