Osterfeuer - Herkunft, Brauch
Das Osterfeuer findet in vielen Gemeinden traditionell am Abend des Ostersamstags statt. Viele fleißige Helfer örtlicher Vereine haben bereits über den Winter eine beträchtliche Menge an Holz und Zweigen aufgehäuft. In vielen Ortschaften ist es üblich, zu diesem Zweck im Januar die alten Weihnachtsbäume einzusammeln und für das Osterfeuer aufzuschichten. Das Entzünden des riesigen Osterfeuers soll dazu dienen, nicht nur Geister und böse Hexen zu vertreiben, sondern auch den Winter. Gleichzeitig herrscht der Glaube vor, dass diejenigen, die den Schein des Osterfeuers erblicken, sicher vor Unglück und Krankheit sind.
Manche Gemeinden veranstalten auch das Abbrennen sogenannter Osterräder. Hierbei handelt es sich um Eisenreifen oder alte Wagenräder, die bereits am Karfreitag mit Stroh versehen werden. Am Ostersonntag wird ein Osterfeuer entzündet, an dem die Räder angesteckt und dann auf einer abschüssigen Strecke hinunter gerollt werden.
Ebenfalls oft zu sehen sind Osterfeuer, die anlässlich des ersten Frühgottesdienstes am Ostersonntag, der in den frühen Morgenstunden stattfindet, vor der Kirche entzündet wird. An diesem Feuer entzündet der Pfarrer die Osterkerze, die dann in die Kirche getragen wird. Alle anwesenden Gemeindemitglieder erhalten ebenfalls eine Kerze, die am Feuer entzündet und zum Gottesdienst mit in die Kirche genommen wird. Die Kirche wird durch den Kerzenschein in festliches Licht getaucht, eine andere Lichtquelle gibt es während dieses Gottesdienstes nicht.