Osterhase - Herkunft, Brauch

Nach dem 16. Jahrhundert setzte sich der Osterhase als Überbringer der Ostereier durch. Das hat mehrere Gründe. Zum Einen gilt der Hase ebenso wie das Ei als Symbol für das Leben und die Fruchtbarkeit, schenken doch die Hasenmütter ganz vielen Jungen pünktlich zum Frühjahr das Leben. Die häufige Präsenz von Hasenfamilien im Frühjahr war ein deutliches Zeichen für die Menschen, dass der Winter nun endlich zu Ende war. Darüber hinaus ist der Hase nicht nur das Tier der germanischen Erdgöttin Holda und der Liebesgöttin Aphrodite, sondern steht in der Tiersymbolik auch für Jesus Christus.

Dass der Osterhase die Ostereier bringt, wurde von Erwachsenen oft damit erklärt, dass die Hasen eben im Frühjahr auf der Suche nach Futter sehr oft in den Gärten zu sehen waren. Andere Erklärungen liefert der Bezug zwischen dem Hasen, der als Mondtier gilt und dem Frühlingsvollmond, zu dem das Osterfest gefeiert wird. Es gibt noch einige andere, mehr oder weniger glaubwürdige Erklärungsversuche, warum ausgerechnet der Hase die Eier bringt, letztendlich ist der Ursprung dieses Brauchs jedoch nicht eindeutig geklärt.