Pfingstfeuer
Das Brauchtum des Pfingstfeuers ist heute nicht mehr sehr üblich. In manchen Ortschaften jedoch werden auch noch heute anlässlich des Pfingstfestes Pfingstfeuer entfacht. Dieses Pfingstfeuer kommt dem weiter verbreiteten Osterfeuer gleich. Es wird normalerweise am Samstag des Pfingstfestes entfacht. Das Pfingstfeuer gehört dabei zu einem Ablauf, während dem ein Gottesdienst abgehalten wird und die Gemeindemitglieder gemeinsam singen, Erzählungen vortragen und Lesungen durchführen. Den Abschluss bildet eine Nachtwache, der sogenannte Pfingstvigil.
Das Pfingstfeuer geht auf den Glauben zurück, dass das Feuer die Gläubigen reinigen und erleuchten möge. Gleichzeitig stand und steht das Feuer als Symbol für den Heiligen Geist.
Das Pfingstfeuer wurde in früheren Zeiten als deutliches Zeichen vom Ende des langen Winters gesehen, außerdem wurde damit der Frühling freudig begrüßt. Zu diesem Anlass wurde während des zweiten und dritten Pfingsttages ein großes Feuer entzündet. Dabei wurden Pfingstlieder gesungen und die Häuser mit Birkenzweigen und Blumenschmuck dekoriert.